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Sebastians Weg in die Pflege: Vom Quereinstieg zur Teamleitung bei Vatrium

vor 13 Stunden
3 Min. Lesezeit

Pflege war für Sebastian Biehl ursprünglich überhaupt nicht der Plan. Sein Quereinstieg in die Pflege führte über persönliche Erfahrungen und viele unterschiedliche berufliche Stationen schließlich vom Pflegehelfer über die Intensivpflege bis zur Teamleitung bei Vatrium.


Sebastian kam vergleichsweise spät in die Pflege. Mitte bis Ende 20 stand er beruflich an einem Punkt, an dem eine grundlegende Neuorientierung anstand.


Zuvor hatte er freiberuflich im Merchandising-Bereich eines Fussball-Vereins gearbeitet. Als diese Tätigkeit endete, stellte sich für ihn die Frage, wie es beruflich weitergehen sollte.

Pflege war zunächst keine naheliegende Option. Sein damaliges Bild des Berufs war – wie bei vielen Menschen ohne direkten Einblick – noch stark von klassischen Vorurteilen geprägt.

Gleichzeitig hatte Sebastian durch eigene Erkrankungen und Krankheitserfahrungen innerhalb seiner Familie bereits persönliche Berührungspunkte mit dem Gesundheitswesen.

Irgendwann entschied er sich deshalb, die Pflege einfach auszuprobieren.


Quereinstieg in die Pflege als Pflegehelfer


Über das Jobcenter absolvierte Sebastian zunächst eine mehrmonatige Qualifizierung zum Pflegehelfer beziehungsweise Pflegeassistenten.

Anschließend fand er schnell eine Stelle in einem Altenheim. Dort zeigte sich schon bald, dass die Pflege für ihn mehr als nur eine Übergangslösung sein könnte. Ihm wurde empfohlen, die dreijährige Ausbildung zum examinierten Altenpfleger zu absolvieren.

Nach rund eineinhalb Jahren als Pflegehelfer entschied er sich für diesen Schritt.


Ein Praktikum verändert die weitere Richtung


Während seiner Ausbildung absolvierte Sebastian ein Praktikum an der Universitätsklinik Bonn.

Diese Erfahrung wurde zu einem wichtigen Wendepunkt. Besonders die Akutmedizin, die komplexen Krankheitsbilder und die unterschiedlichen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten weckten sein Interesse.

Nach seinem Examen arbeitete Sebastian zunächst noch etwa ein Jahr in der Altenpflege, bevor er an die Universitätsklinik Bonn wechselte.

Dort sammelte er umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen spezialisierten Bereichen. Er arbeitete unter anderem auf einer kardiologischen Überwachungseinheit, auf der chirurgischen Intensivstation und später im Herzkatheterlabor.

Für Sebastian war dies eine besonders prägende Zeit, in der er fachlich viel lernen und sein pflegerisches Wissen deutlich erweitern konnte.


Von der Pflege in die Führung


Später erhielt Sebastian die Möglichkeit, als Wohnbereichsleitung in die Altenpflege zurückzukehren.

Damit übernahm er erstmals eine größere Führungsverantwortung. Die Rahmenbedingungen waren allerdings schwierig, sodass er sich nach einiger Zeit erneut für einen Wechsel entschied.

Sein Weg führte ihn zurück ins Krankenhaus. Dort übernahm Sebastian zunächst die Leitung einer interdisziplinären Kurzliegerstation mit rund 25 Betten.

Später folgte eine deutlich größere Verantwortung: die Leitung einer Doppelstation mit rund 60 Betten und etwa 30 Mitarbeitenden.

Mit der Größe der Aufgabe stieg allerdings auch die Belastung. Pflege, Mitarbeiterführung, Dienstplanung und zahlreiche organisatorische Anforderungen gleichzeitig zu bewältigen, brachte Sebastian schließlich an einen Punkt, an dem für ihn klar war: Es musste sich etwas verändern.


Eigentlich sollte es die Zeitarbeit werden


Sebastians ursprünglicher Plan war, wieder stärker in die direkte Pflege zurückzukehren und weniger Führungsverantwortung zu übernehmen.

Er führte bereits Bewerbungsgespräche bei Zeitarbeitsunternehmen und hatte sogar schon einen Vertrag unterschrieben.

Dann sah er auf Facebook ein Video von Vatrium.

Der Beitrag weckte sein Interesse. Sebastian entschied sich spontan für eine Bewerbung – und erhielt schnell eine Rückmeldung.


Der Weg zu Vatrium


Im Juni 2023 begann Sebastian seine Tätigkeit bei Vatrium in der neu eröffneten Intensivpflege-Wohngemeinschaft in Sankt Augustin.

Später unterstützte er zunehmend die Wohngemeinschaft in Hennef und wechselte schließlich vollständig dorthin.

Im Februar übernahm Sebastian schließlich die Teamleitung in Hennef.

Damit schloss sich in gewisser Weise ein Kreis: Obwohl er ursprünglich bewusst weniger Verantwortung übernehmen wollte, führte sein Weg erneut in eine Leitungsfunktion – diesmal jedoch in einem anderen pflegerischen Umfeld.


Teamleitung und direkte Pflege


Als Teamleitung bei Vatrium ist Sebastian weiterhin unmittelbar in der Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner tätig.

Gleichzeitig übernimmt er zahlreiche organisatorische Aufgaben. Dazu gehören unter anderem Dienstplanung, Bestellungen von Verbrauchs- und Hilfsmitteln, Abstimmungen mit Versorgern und Dienstleistern, Kommunikation mit Angehörigen sowie die Organisation des täglichen Ablaufs innerhalb der Wohngemeinschaft.

Für Sebastian ist diese Kombination durchaus anspruchsvoll. Sie ermöglicht ihm aber gleichzeitig, weiterhin nah an der Pflege und am Team zu bleiben.


Ein Weg, der so nie geplant war


Sebastians beruflicher Werdegang zeigt, dass eine Karriere nicht immer geradlinig verlaufen muss.

Vom freiberuflichen Merchandising über den Einstieg als Pflegehelfer führte sein Weg zur Ausbildung, in die Altenpflege, an die Universitätsklinik, auf die Intensivstation, ins Herzkatheterlabor und schließlich in verschiedene Führungspositionen.

Heute ist Sebastian Teamleitung bei Vatrium in Hennef.

Und obwohl Pflege ursprünglich überhaupt nicht auf seinem beruflichen Plan stand, ist daraus über die Jahre ein Weg geworden, der ihn fachlich wie persönlich immer wieder vor neue Aufgaben gestellt hat.


Manchmal muss ein beruflicher Weg nicht von Anfang an feststehen, sondern entsteht erst durch die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren.




Sebastian Biehl, Teamleitung bei Vatrium Intensivpflege in Hennef – vom Quereinstieg in die Pflege zur Führungskraft
Sebastian Biehl, Teamleitung bei Vatrium Intensivpflege in Hennef – vom Quereinstieg in die Pflege zur Führungskraft

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